Sammlung Clemens Stöttinger – “Phonomental Memories”

Eröffnung: 31. August 2013
Ausstellung: bis 5. September 2013

Einführende Worte: Clemens Stöttinger
Musikalische Begleitung: Han Lang Lang

Sammlung Stöttinger

“Allzu oft passiert es, und jeder kennt das Phänomen: Die Prothese macht sich selbstständig! Längst ruft es nicht nur Mitglieder unseres Telefonbuches […] ohne unsere Zustimmung an, sondern schießt Fotos, versendet Mails und zeichnet O-Töne auf, von denen wir nicht einmal wissen, dass wir sie je gehört oder gesehen haben.” (Stöttinger, Clemens; Spuckenheim, Schmeggy (2013): phonomantal memories. Über die animistische Entität aus der Hosentasche, Linz: SpuckenHeim Verlag.)

Die Ausstellung “phonomental memories” zeigt ein Debüt des aufstrebenden Kunstsammlers Clemens Stöttinger, konzipiert für die Kunsthalle Linz. Zu sehen sind Fotografien der KünstlerInnen Berthold Zettelmeier, Lorena Höllrigl, Mathias Paulischin (u.a.) – oder sollten wir sagen von deren Smartphones? Das unverzichtbare Gadget, körpernah in der Hosentasche als psychoanalytisches und zum Teil übermenschliches Instrument residierend, das nicht nur banale Nachrichten überbringt, sondern auch in enger Verbindung mit unserer Person steht: Die Sehnsüchte, Bedürfnisse und Ängste, die unser – uns ständig begleitender – technischer Biograph aufzuspüren vermag, rückt Stöttinger ins Zentrum seiner Schau.

Was SIEHT das Handy, wenn wir gerade nicht hinsehen und was kann der Moment, in dem unsere Prothese abdrückt für das menschliche Individuum bedeuten?

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